Wer bin ich?

Wie erzählt man am Besten über sich selbst, objektiv und ohne zu sehr selbstverliebt zu wirken? Man macht ein Interview. Irgendwie wollte ich mir aber schon immer selber bestimmte Fragen stellen und habe das Intverwie nun einfach mit mir selbst geführt.

Das Interview

Günne fragt Günne und stellt sich dabei Fragen mit denen er niemals gerechnet hätte. Interessante Dinge kamen hier ans Tageslicht und Günne war erstaunt was Günne so alles geantwortet hatte.

Woher kommst du?

Tja, aus einem kleinen Ort in Bayern, genannt Mammendorf.

Gefällt es dir dort?

Natürlich, sonst wäre ich nicht hier. Es liegt super günstig, man ist auf dem Lande aber innerhalb von 30 Minuten in Augsburg, München oder am Ammersee.

Bist du also ein echter Bayer?

Nein, irgendwie gar nicht. Ich bin kein typischer Bayer – oder irgendwie doch. Vegetarier, spricht fließend Hochdeutsch wenn es sein muß und trinkt außer Bier gerne Kaffee und Wasser. Ich lebe gerne in Bayern, kann mir aber nicht vorstellen hier meinen Lebensabend zu verbringen. Ich liebe Kulturen und Traditionen in anderen Ländern, gehe aber genauso gerne aufs Oktoberfest und ziehe dort fast immer einen riesen Rausch mit nach Hause.

Wie, du bist Vegetarier?

Jepp! Schon ca. seit 1990 lebe ich fleischlos. Naja, nicht fleischlos 😉 Ihr wisst was ich meine. Hatte nur ca. eine zweijähre Unterbrechung als ich verheiratet war. Meiner Ex-Frau zu liebe hab ich zuerst mit Fisch und später mit Fleisch wieder angefangen und nach meiner Ehe das Thema genauso wieder reduziert. Zuerst Fleisch und Wurst weg gelassen und dann auch wieder den Fisch. Die genau Bezeichnung für das was ich bin ist Ovo-Lakto Vegetarier.

Aha, wie ich das so raus lese ein ziemlicher Öko-Freak

Öko-Freak? Ich? Nein, nicht wirklich. Dafür fahre ich viel zu gerne Auto. Aber ich mache mir schon meine Gedanken über das was ich tue. Ich lebe nicht sehr gesund, schade aber damit eigentlich nur mir selbst. Ansonsten versuche ich dem Planeten und anderen so wenig wie möglich zu schaden. Gelingt mir nicht immer, aber immer öfters.

Du warst also verheiratet. Erzähl mal was drüber!

Ich werde nichts darüber erzählen. Es ist wie bei so vielen anderen Menschen auch, Beziehungen funktionieren oder funktioneren nicht. Am Scheitern einer Beziehung haben immer beide Schuld – manche mehr, manche weniger. Das Thema ist für mich schon lange erledigt, trauere dem Ganzen weder nach noch hab ich irgendwelche Schuldgefühle.

Da stellt sich mir gleich die Frage: Auf welchen Frauentyp stehst du?

Nicht so einfach zu beantworten. Im Großen und Ganzen ist es egal wie jemand aussieht, was jemand macht, wo jemand her kommt. Ich ertappe mich jedoch immer wieder, dass dunkle Haare und braune Haut eher meine Aufmerksamkeit erregen als z.B. Blonde Haare und helle Haut. Die Mehrzahl meiner Freundinnen waren auch dunkelhaarig. Aber, eigentlich ist das doch egal.

Ich merke schon, da kommen wir nicht weiter. Also, was sind deine Lieblingsfilme.

Mein absoluter Favorit ist „Gandhi“. Ein weiterer Lieblingsfilm ist „The Killing Fields“. Ansonsten liebe ich gute Filme, egal aus welchem Genre. Und ich gucke (bitte nicht lachen) auch sehr viel Bollywood.

Bollywoodfilme? Nicht wirklich?

Klar! Ich liebe Musik, ich liebe Tanz, ich mag die immer gleichen Geschichten und ich mag Indien. Mir gefällt ja auch nicht alles, viele Filme sind einfach nur Fastfood. Welche mir besonders gefallen sind: „Bombay“, „Kabhi Kushi Kabhi Gham“, „Veer & Zaara“ – achja, eigentlich hab ich so viele Lieblingsfilme.

Tanzen, Musik? Was genau?

Tanzen eher weniger. Ich hatte zwar schon mal einen Tanzkurs für Standard, jedoch viel zu lange her. Dazu noch 3x einen Salsa-Grundkurs – ich komm irgendwie nicht weiter. Also vergiss Tanzen. Ich wackel halt so rum wie ein Tanzbär. Musik, meine Leidenschaft. Immer und überall Musik. Aufgewachsen mit Rock in den 80er und 90er Jahren, hieran hängt mein Herz. Inzwischen hab ich eine große Sammlung „Weltmusik“. Halt alles was irgendwie in die Ecke geht, Arabisch, Asiatisch, Afirkanisch, Lateinamerikanisch, Orientalisch, Balkan usw. Es gibt so viel tolle Musik. Wenn es nicht nur Bum Bum macht, ist es schon gut. Aber eine richtige E-Gitarre und Schlagzeug sind immer noch unschlagbar.

Du hast doch auch selber Musik gemacht?

Oh Ja, andere Zeit, anderes Leben. Das ist ja schon so lange her. 3 Bands, CD, Zeitungsberichte und sogar Radio. Jahre hinweg proben, proben, Auftritte, proben, aufbauen, abbauen, wieder aufbauen, proben. Meine ganze Freizeit ging damit drauf. Ich vermisse die Konzerte, die Bühne, das Live vor Publikum spielen, die Erlebnisse. Aber den ganzen Streß drum herum – nein – kein bissl.

Und heute?

Ich bin selbständig. Webdesign und Onlinemarketing. Seit 10 Jahren hock ich die meiste Zeit vor dem Computer. Wenn ich nicht hier im Büro hocke, bin ich unterwegs, besuche Leute, Reise.

Ja, du bist immer viel unterwegs

2010 ist es eher ruhig. Das Geld – du verstehst? Und die liebe Zeit! Aber das Fernweh kommt schon wieder hoch und ich muß nächstes Jahr einige Reisen unternehmen. Wenn alles gut geht, schaffe ich auch die schon ausstehende Asien-Rundreise. Aber das muß geplant werden. Hab bestimmt wieder viel zu erzählen in 2011.

Gut, die Zeit ist knapp und das Interview nähert sich dem Ende. Willst noch was wissen von mir?

Noch was zu sagen?

Leute, lebt und erlebt. Nutzt die Chancen die sich euch bieten – keiner weiß wie viel Chancen es gibt und wieviel Zeit euch bleibt. Sicherheit ist relativ, das Jetzt ist Alles was wahr ist. Kümmert euch um euch selbst, somit helft ihr allen am Meisten. Was ihr jetzt erlebt, nimmt euch keiner mehr.

Danke für das Interview

Bitte, gern geschehen.

Günne im Interview
Markiert in:        

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.