Lange hab ich überlegt ob ich zu der aktuellen Lage in Tibet was schreiben soll oder nicht. Nun hab ich mich dafür entschieden, das ganze mit Qype, einem Beitrag und einem klaren Statement meinerseits zu verbinden.

Free-Tibet

Zuerst mal ein paar Worte über die TID
1989 wurde die Tibet Initiative Deutschland e.V. (Kurz: TID) gegründet. Die Initiative ist parteipolitisch und religiös völlig ungebunden. Mit friedlichen Mitteln versuchen der Verein und ihre Mitglieder Einfluss auf die Volksrepublik China zu nehmen und dadurch eine Änderung der seit über 50 Jahren andauernden Besetzung und Unterdrückung des Landes zu erreichen. Dabei suchen sie Kontakt zu Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft, um diese für das Engagement für TIBET zu interessieren. Derzeit laufen in ganz Deutschland Demonstrationen und Mahnwachen um auf das Leid in Tibet und die gerade eskalierende Lage aufmerksam zu machen. Termine und Aktionen findet ihr auf der Homepage.

Tibet, was geschah
Seit 1949 ist Tibet von der Volksrepublik China besetzt. Der XIV. Dalai Lama musste damals sein Land verlassen und floh nach Indien wo er seitdem im Exil lebt. Wäre er in Tibet geblieben hätten die Chinesen ihn wohl nicht am Leben gelassen. Weit über 1 Millionen Menschen sind im letzten halben Jahrhundert durch die Militärherrschaft der Chinesen in Tibet ums Leben gekommen. Die Massenansiedlung von Chinesen in Tibet, Zwangssterilisationen und Zwangsabtreibungen an Tibeterinnen stellen die größte Bedrohung für das Überleben des tibetischen Volkes dar. Über 6.000 historische Bauten, Tempel und Klöster sind zerstört, die Natur und Pflanzenwelt, die Menschen werden von den Chinesen ausgebeutet, die Religion und Kultur der Tibeter missachtet. Derzeit leben noch ca. 6 Mio. Tibeter in Tibet und seit Jahrzenten verlieren diese Menschen Stück für Stück ihr Land, ihre Identität und ihre Kultur. Für mich ist das ein Skandal.

Tibetan Freedom Torch Relay
Mein Bericht: Günne auf der Friedensdemo in München

Mein Statement
Mich macht es traurig, mich macht es wütend!!!
Ungeheuerlich was dort geschieht vor den Augen der Welt. Geht es um Öl rückt Amerika mit Armeen von Soldaten an, geht es um Rassenunruhen in Afrika kommt die Uno, geht es um ein paar Millionen Bergbewohner in Asien werden nur Reden geschwungen. Nein, es geht nicht nur um ein kleines Völkchen, es geht darum was wir Menschen bisher aus unserer Geschichte gelernt haben – UND was haben wir gelernt – Nix!
Ich weiß sehr gut, dass dieser Artikel nichts, rein gar nichts an der Situation in Tibet verändern wird. ABER ich nehme ganz klar Stellung und schlage mich auf die Seite Tibets.

Ein Volk, das alles hin nimmt und versucht mit friedlichen Mitteln seit 50 Jahren die Besatzung zu ertragen und auszusitzen. Doch irgendwann hat selbst der friedlichste Mensch, das friedlichste Volk einen Punkt erreicht wo es nicht mehr genug ist nur zu Hoffen und die Folge ist das was gerade in Tibet passiert. Das 6 Milliarden Menchen hierbei zuschauen ist beschämend! 2008 ist das Jahr der Olympischen Spiele in China – Boykott wäre angebracht, Boykott aller westlichen Länder um der Chinesichen Regierung eindeutig und klar zu zeigen: So geht es nicht und wir werden das nicht akzeptieren. Man kann nicht auf der einen Seite mit den Chinesen Feiern und Spaß haben, wenn im Hintergrund genau zur selben Zeit ein Volk von genau diesen Menschen ausgeraubt, unterdrückt und ermordet wird. Das ist Krank!

Ich bin zu 100% auf der Seite Tibets. Da gibt es keine Diskussion von meiner Seite. Das Land wurde überfallen und mit Militärgewalt seit über 50 Jahren in Schach gehalten. Reporter und Medien zu verbannen, damit die Welt nicht sieht was hinter verschlossenen Türen, hinter abgeriegelten Grenzen passiert ist der absolute Hammer. Liebe Chinesen, liebe VR China – es ist nicht euer Land, es gehört euch nicht, es ist nicht eure Kultur und die Tibeter wollen euch nicht. Zieht endlich ab und lasst sie in Ruhe!!!
Freiheit für Tibet!

Tibet Initiative Deutschland e.V.
Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin
Telefon: 030 / 6186882
Website: www.tibet-initiative.de

Mein Statement zu Tibet
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