Das Weltkulturerbe der UNESCO ist einer der schönsten Flecken Erde hier in der Slowakei.

Die Perle des ungarischen Bergbaus

Leider hatte ich es nur auf einen einzigen Besuch in dieser wunderschönen Stadt gebracht. Irgendwann mal folgt der Zweite – Die umliegende Gegend ist einfach atemberaubend! Ich kam bei meinem Besuch aus der hohen Fatra und fuhr aus Hronska Breznica ein Landstraße ca. 25 km durch eine traumhaft schöne Waldlanschaft mit viel Grün und kleinen Bächlein, Hügeln und Bergen. Das war ansich schon ein Genuss und ich hätte das am liebsten mit einem Motorrad gemacht – die Strecke eignet sich dazu. Aber der Tag hatte noch mehr zu bieten: Nach einer Weile Kurvenfahrt und immer Bergauf eröffnet sich am Berggipfel ein seelenstreichelnder Blick auf das Kloster mit dem Kreuzweg (links). Wow, da war ich erstmal platt und musste mein Auto abstellen um diesen Anblick zu geniessen.

Weiter ging es erstmal auf eine kleine Stadtrunde mit dem Auto und danach dirket in die Altstadt. Banská Štiavnica liegt umringt von Bergen in einem Tal und man hat egal von wo aus immer einen tollen Blick in die Slowakische Natur.

Banská Štiavnica
Banská Štiavnica

Die Perle des ungarischen Bergbaus wurde sie einst genannt und gehörte zu den größten Städten des ungarischen Königreiches. Im Jahr 1735 gründete man hier die älteste großungarische Bergbauschule, die man 1762 zur Bergbauakademie – der ersten Hochschule dieser Art in Europa erhob. Im 18. Jahrhundert bezog die K&K-Monarchie 70% ihrer Rohstoffe aus diesem Gebiet. Doch Banská Štiavnica hat noch wesentlich mehr zu bieten als Bergbau. Zwei Schlösser, eine Burg, Kirchen und Museen sowie ein stillgelegter Bergstollen in den man auch heute als Tourist noch einfahren kann. Der Glanz vergangener Tage ist allgegenwärtig an diesem Ort.

Das Alte Schloss:

Eines der Objekte das aus der Stadtshilouette heraus sticht ist das alte Schloss, dass zusammen mit der ehemalige Pfarrkirche der Jungfrau Maria und dem benachbarten Beinhaus aus dem 13. Jahrhundert einen Anziehungspunkt für Touristen bietet. Die ursprünglich als dreischiffige romanische Basilika erbaute Kirche wurde Anfang des 16. Jahrhunderts zu einer gotischen Kirche umgebaut und später zum Schutz gegen die türkische Bedrohung mit Mauern und einem Wehrsystem verstärkt. Heute befindet sich im Alten Schloss das Slowakische Bergbaumuseum in dem unter Anderem eine Uhrenausstellung, eine Pfeifenwerkstatt, Kunstwerke oder eine Folterkammer besichtigt werden können.

Das Neue Schloss:

Gegenüber des Alten Schlosses befindet sich das neue Schloss. Im Jahre 1571 wurde es zum Schutz gegen die Türken errichtet. Hier befinden sich auch Teile des Slowakischen Bergbaumuseums darin, die die Zeit der Kämpfe gegen die Türken auf dem Gebiet der Slowakei zeigen. Da das Schloss fast inmitten der Stadt auf einem Hügel steht hat man von hier aus auch eine wunderschöne Sicht auf die Stadt.

Die Altstadt:

Hier befinden sich über 360 Denkmalobjekte. Die Meisten davon befinden sich zwischen dem Dreifaltigkeitsplatz (mit einer überragenden Dreifaltigkeitssäule) und dem Rathaus. Umringt wird das komplette Areal von alten und wunderschön restaurierten Bürgerhäusern.

Kalvarienberg:

Das ist für mich jedoch das absolute Highlight in Banská Štiavnica. Nicht nur der Berg mit Kreuzweg und Kirche, die von weitem ins Auge sticht lassen das Herz eines jeden Touristen höher schlagen. Nein, einmal den Hügel bezwungen erwartete mich ein gigantischer Blick in die Slowakische Natur und auf die Stadt. Das sorgt für Seelenfrieden, das freut mein Herz, da blieb ich ne Weile sitzen und genoss den Ausblick. Dieser Ort ist ein “Muss” beim Besuch in Banská Štiavnica!

Wie ihr in meinem kurzen Bericht rauslesen könnt war ich begeistert von diesem Platz. Ja, die UNESCO hat richtig entschieden – es lohnt sich zu 110% diesen Ort zu besuchen und als Weltkulturerbe anzuerkennen. Ich will bei meinem nächsten Slowkeiaufenthalt wieder dort hin und alles noch einmal sehen. Für die ganze Stadt und die umliegende Gegend, also um alles sehen und geniessen zu können ist mindestens ein kompletter Tag nötig.

Offizielle Webseite Banská Štiavnica:
www.banskastiavnica.sk

Text: Günther Strauß
Von mir besucht am 20.04.2008

Banská Štiavnica
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